Ende Dezember 2017 haben wir eine kleine Städtereise in die Belgische Hauptstadt Brüssel unternommen. Ich bin schon mehrmals dort gewesen und finde es immer wieder richtig schön. Die Stadt selbst ist sehr überschaubar und alle Sehenswürdigkeiten sind super mit der Tram, mit der Metro und natürlich auch zu Fuß zu erreichen. Ein paar kleine Tipps habe ich für dich in meinem Reisebericht zusammengefasst.

Ein paar Infos zu Brüssel…

Die Stadt Brüssel ist die Hauptstadt Belgiens und hat ca. 180.000 Einwohner. Es werden zwei Amtssprachen gesprochen – du kannst dich entweder auf Französisch oder auf Niederländisch verständigen. Englisch geht natürlich auch.

In historischen Aufzeichnungen wird Brüssel das erste Mal im Jahr 996 n. Christus erwähnt – du hast es hier also mit einem geschichtsträchtigen Ort zu tun.

Dies macht sich auch in der Architektur der Stadt, vor allem natürlich der Altstadt, bemerkbar.

Die Stadt ist Sitz vieler politischer Institutionen wie dem europäischen Parlament, der europäischen Kommission und der Nato. Wenn du dich also für europäische Politik interessierst, bist du hier genau richtig.


In Brüssel übernachten…

Wir haben im PentaHotel Brüssel City für knapp 70 Euro pro Nacht (das Frühstück kostet pro Person 20 Euro extra) übernachtet. Das Hotel kann ich dir guten Gewissens weiterempfehlen. Die Zimmer sind ordentlich und modern, wenn auch nicht sehr groß (es gibt verschiedene Zimmerkategorien).

Das Hotel hat eine sehr coole Bar mit Billardtischen, in der man auch eine Kleinigkeit essen kann – und die Lage in der Chaussée de Charleroi ist sehr zentral (zwar nicht in der Brüsseler Altstadt, dafür ganz ihn der Nähe der Shopping-Meile).

Direkt am Hotel gibt es ein Parkhaus, in dem du dein Auto für 15 Euro / 24 Stunden abstellen kannst.

Hier gelangst du direkt auf die Seite des Hotels.

In Brüssel gibt es auch ein MotelOne Hotel. Hier habe ich vor ein paar Jahren übernachtet. Preislich ist es in etwas auf dem Niveau des PentaHotel und es ist an der Rue Royal / Koningstraat 120, nicht ganz so weit von der Altstadt entfernt, gelegen.

Hier gelangst du direkt auf die Seite des MotelOne Hotels in Brüssel.

Nach Brüssel kommen…und in Brüssel von A nach B gelangen

Brüssel eignet sich prima, um der Heimat für ein paar Tage zu entfliehen. Aus Münster haben wir mit dem Auto knapp drei Stunden gebraucht. Du erreichst Brüssel aber natürlich auch super mit dem Flugzeug (Flughafen BRU) oder mit dem Zug (z.B. mit dem Thalys).

Die Stadt verfügt über ein gut ausgebautes Bus und Tram Netz. Darüber hinaus gibt es vier Metro Linien, die dich von A nach B bringen.

Wir haben uns jeweils Tagestickets für 7,50 Euro pro Person/Tag gekauft. Die bekommst du an Automaten an vielen Tram und Metro Haltestellen (du kannst an den Automaten problemlos mit EC- und Kreditkarte, aber auch mit Bargeld bezahlen).

Am besten verschaffst du dir bereits im Vorfeld einen groben Überblick über die Stadt.

Auf der offiziellen Seite der Stadt Brüssel kannst du dir eine Metro-/Tramkarte als pdf Datei herunterladen.

Übrigens lässt sich gerade in der Brüsseler Innenstadt auch sehr viel zu Fuß erreichen. So sind es z.B. vom PentaHotel bis zum Grand Place knapp zwei Kilometer. Ich persönlich bin der Meinung, dass man eine Stadt am besten zu Fuß erkunden kann. So sieht man einfach am meisten.


Sightseeing

In Brüssel gibt es eine Menge zu sehen…

Grand Place

Der Grand Place ist der zentrale Platz am Rathaus in der brüsseler Altstadt. Der Platz mit seiner barocken Fassadenfront wurde 1998 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Obwohl sich hier zu fast jeder Tageszeit sehr viele Touristen tummeln ist der Platz wirklich schön zu erleben. Besonders im dunkeln, wenn die Fassaden der umliegenden Gebäude angestrahlt werden, solltest du einen Besuch planen.

 

Der Grand Place bei Nacht

Atomium

Der Atomium ist das Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958 und sicherlich eines der skurrilsten Gebäude in Europa. Mit einem Aufzug kannst du in die oberste Kugel auf knapp 100 Metern Höhe fahren.

Von dort hast du einen ganz wunderbaren Blick über die Region Brüssel. In den unteren Kugeln (die mit Treppen und Rolltreppen miteinander verbunden sind) erlebst du in einer spannenden Dauerausstellung die Geschichte rund um die Errichtung des Atomiums.

Der Eintritt inkl. der Fahrt in die oberste Kugel kostet knapp 13 Euro pro Person.

Kleiner Tipp: Oft ist die Schlange am Kartenschalter direkt am Atomium sehr lang. Du kannst dein Ticket auch im ADAM Design Museum knapp 150 Meter nördlich vom Atomium kaufen. Es gibt auch Kombi-Tickets für das Atomium und das Museum (diese Kosten für einen Erwachsenen ca. 17 Euro).

Das Atomium befindet sich etwas außerhalb der Innenstadt. Du erreichst es am bequemsten mit der Metro Linie 6 oder 7. Die Haltestelle heißt Heizel / Heysel.

Blick aus dem Atomium

Comic Book Route 

Comics sind ein wichtiger Bestandteil belgischer Kultur. Helden wir Tim und Struppi, Lucky Luke, die Schlümpfe und viele mehr stammen von belgischen Künstlern.

Seit 1991 sind diese Charaktere auch auf mittlerweile über 50 Häuserwänden in Brüssel zu finden.

Für die Comic Book Route benötigst du ca. 2-3 Stunden zu Fuß (geht natürlich auch schneller, wenn du dir nicht alles anschaust).

An der Touristeninformation am Grand Place erhältst du eine kleine Karte, die dir den Weg zu den bunten Häuserwänden zeigt.

Alternativ findest du auf der Seite der Stadt Brüssel eine google Karte, in der alle Häuser markiert sind.

In der Rue de Sables 20 steht das belgische Comiczentrum, ein Comic Museum mit Cafe/Restaurant und großem Comicbuch-Shop in dem du die Geschichte des belgischen Comics erforschen kannst.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten in Brüssel sind das Manneken Pis, der Triumphbogen im Jubelpark, der königliche Palast, die Börse, das Europa-Viertel und der Kunstberg. In der google Karte am Ende des Beitrages habe ich alle Punkte für dich markiert, so dass du dich sicherlich schnell zurecht findest.


Brüssel kulinarisch…

So international und vielfältig wie die Stadt ist auch das Angebot an Restaurants, Cafés und Bars in Brüssel.

Kleiner Tipp: Macht einen Bogen um die Altstadt mit ihrem Grand Place. Hier ist es ziemlich touristisch und entsprechend ist hier auch die Preisgestaltung in vielen Lokalen.

Wir sind immer mal wieder in kleine Nebenstraßen, vor allem von der Avenue de la Taison d’Or abgehend, gegangen. Hier findest du viele kleine und gute Lokale. Eine große Hilfe ist hier immer wieder Tripadvisor. Zwar sind die Empfehlungen hier auch kein Garant für einen schönen Abend, sie helfen aber bei der Orientierung sehr weiter.

Das Mitraillette :-)

Kulinarisch hat Brüssel vor allem für den Freund des Frittierten eine Menge zu bieten. Gefühlt an jeder Ecke bekommst du leckere Pommes Frites mit einer schier unendlichen Zahl an Saucen. Spannend fand ich das Mitraillette – ein halbes Baguette, belegt mit gebratenen Fleischstückchen, Pommes und Sauce. Ich hatte meins in der Friterie Tabora in der Taborastraat 2.

Ein sehr kleiner Laden vor dem sich das Schlange stehen wirklich lohnt (keine Sorge, es geht dort alles sehr schnell).

Für ein Mitraillette zahlst du hier ca. sechs Euro – und wenn du Glück hast bekommst du auch gleich noch eine mehrsprachige Flirt-Nachhilfestunde von dem Mann hinter der Theke.

Hinterland

Wir haben uns gegen ein Frühstück im Hotel entschieden und sind stattdessen in ein kleines Cafe ganz in der Nähe gegangen.

Das Hinterland in der Chaussée de Charleroi ist sehr schön und stylisch eingerichtet. Du bekommst hier verschiedenste Speisen wie Rührei, Joghurt mit Granola und Pfannkuchen zum Frühstück. Leckeren Kaffee und viele verschiedene Teesorten gibt es natürlich auch.

Das Hinterland ist täglich von 8:00 – 19:00 Uhr geöffnet und du kannst hier Bar, mit Debit- und Kreditkarte zahlen. WLAN gibt es natürlich auch.

Einen guten Burger hatten wir im Peck 20 in der Rue Jourdan 20. Das Personal ist sehr nett, schnell und für Brüsseler Verhältnisse ist das Essen auch recht günstig.

Wir haben für zwei Burger mit Beilagen und Bier ca. 35 Euro gezahlt.

Du kannst im Peck 20 auch frühstücken.

Peck 20

Das Love Ciabatta findest du in der Coudenberg 70, direkt am Musikinstrumentemuseum in der Nähe des Monts des Arts.

Das kleine Bistro eignet sich perfekt für einen kleinen Mittags-Stop. Hier bekommst du neben vielen lecken Getränken verschiedene, frisch zubereitete Sandwiches, Waffeln und Suppen.

Das Love Ciabatta

Wie versprochen haben ich dir alle Orte die wir besucht habe in der Karte unten markiert. Solltest du Fragen hierzu haben, schreib mir einfach eine Nachricht oder kommentiere diesen Artikel. Viel Spaß in Brüssel!

 

 

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